Tohuwabohu bei den Wertsteigerungskennziffern der DAX 30 Unternehmen

In einer Untersuchung von Fischer/Rödl wurden insbesondere die einer Berichterstattung über Wertsteigerung zugrunde liegenden Kennzahlen analysiert. Mangels einheitlicher Vorschriften definiert fast jedes DAX 30-Unternehmen seinen ROCE oder RONA individuell. Die Ergebnisse zu den DAX 30 Unternehmen finden Sie im Einzelnen im Aufsatz “Value Added Reporting“.

Advertisements

Neue Ertragsteuersätze in der Mehrjahresplanung ab 1.1.2008 berücksichtigen

Die durch die Bundesregierung am 12.7.2006 angekündigte Reform der Unternehmensbesteuerung ab 1.1.2008 konzentriert sich für Unternehmen auf folgende Eckwerte:

  1. Absenkung des gesamten Steuersatzes auf die Gewinne der Kapitalgesellschaften (Körperschaftsteuer, Solizuschlag und Gewerbesteuer) von derzeit 39% auf knapp unter 30%, vor allem durch die Halbierung des Körperschaftsteuersatzes von derzeit 25% auf 12,5% sowie die Senkung der Gewerbesteuermesszahl von 5% auf 4%. Geplant ist eine Gegenfinanzierung über die (teilweise) Hinzurechnung von Zinsen, Mieten, Pachten, Leasingraten und Lizenzen zur Bemessungsgrundlage (=eingeschränkte steuerliche Abzugsfähigkeit). Eine endgültige Entcheidung über das neue Verfahren der Berücksichtigung von Zinsaufwand als abzugsfähige Kosten wird erst im Herbst gefällt. Vorgesehen ist weiterhin die Umbenennung der Besteuerung der Gewinne von Kapitalgesellschaften in “förderale Unternehmensteuer”
  2. Änderungen bei der Gewerbesteuer: Hier ist vor allem die Abschaffung der Abzugsfähigkeit der Gewerbesteuer als Betriebsausgabe innerhalb der Bemessungsgrundlage für die Körperschaft- bzw. Einkommensteuer zu nennen. Weiterhin erfolgt eine Anrechenbarkeit der Gewerbesteuer bei der Einkommensteuer vom 1,8 auf das 3,8-fache des Steuermessbetrags. Eine Umbenennung zur “kommunalen Unternehmensteuer” ist vorgesehen.

Beförderung nach Leistung und/oder nach Selbstmarketing und Vitamin B

In einem deutschen High-Tech Konzern hat ein ausländischer Mitarbeiter gekündigt. Nach Auskunft seiner Ingenieur-Kollegen war er der Beste im Team. Immer wenn sie ein Problem nicht lösen konnten, schaffte er es. Im Rahmen seiner Kündigung und dem Wechsel an eine Hochschule schrieb er einen offenen Brief an alle seine Kollegen, in dem er mitteilte, dass in diesem Unternehmen das “Sich-Verkaufen-Können” und “Vitamin B” wichtiger bei Beförderungen sei als die Leistung. Damit würde sich dieses deutsche Unternehmen langfristig Probleme einhandeln. Seine deutschen Kollegen stimmten ihm zu. Wie sehen die Beförderungskriterien in Ihrem Unternehmen aus: eher fachlich und/oder “Nasenfaktor”. Sie können unter Webvoting abstimmen. Das aktuelle Lieblingsbuch dieses Entwicklungsingenieurs war übrigens Blue Ocean . 

Integration der Teilpläne im Projekt-Controlling

Als ich heute bei schönstem Wetter erstmals den neuen A380 am Himmel über dem Landkreis Starnberg seine Testrunden ziehen sah – er war mir wegen seines Tiefflugs und seiner unvorstellbaren Größe aufgefallen – wurde ich auch an einen Artikel in FTD vom 13.7.2006 mit dem Titel “”EADS hinterfragt A380-Zeitplan erneut” erinnert. Dort heißt es vom EADS-Co-Chef Thomas Enders u.a.: Enders gab zu, dass die Komplexität der Kabinenausstattung unterschätzt worden ist. Die bislang 16 Kunden haben jeweils andere Ansprüche an die Bordelektronik oder Deckgestaltung. „Wenn man jedem Kunden alles verspricht, kommt man irgendwann ins Schwitzen“, beschrieb Enders die Komplexität. Er regte an, dass Vertriebsleute künftig enger mit Ingenieuren zusammenarbeiten sollten.

In diesem Zusammenhang fallen mir sofort folgende “immerwährenden” Controller-Standardfragen ein, die rechtzeitig vor “Fettnäpfchen” schützen sollen, indem sie im Vorhinein und nicht, wie bei mir jetzt, im Nachhinein gestellt werden. Zunächst ist es die Frage nach der Integration der Teilpläne – sind die Vertriebspläne mit den Produktionsplänen nach Inhalt und Termin abgestimmt gewesen? Weiterhin taucht die Frage auf, ob diejenigen Termine und Inhalte definiert haben, die zuständig sind. Auch ergibt sich die Frage, ob die Zusagen mit denjenigen abgestimmt waren, die sie ausführen müssen, d.h. “von unten” und “maßnahmenorientiert” geplant waren. Generell lautet die Regel, dass ein Projektleiter nicht erst im Geburtsstadium eines Projektes, sondern bereits im Zeugungsstadium hinzugezogen werden sollte. Konkret heißt dieses, dass die Projektleiter für die entsprechende Auftragsfertigung bereits bei den Vertragsverhandlungen anwesend sind. Viele Projektfertiger kennen wahrscheinlich die Freud’ und das Leid, wenn der “Vertriebler” allein zum Kunden geht. Zur Freude bringt er häufig Aufträge mit. Das Leid ist, dass er dem Kunden fast immer alles versprochen hat. Aber auch wenn die “Profis der Realisierung” dabei sind, kann es unter Wettbewerbs- und Zeitdruck zu falschen Entscheidungen kommen.Dann heißt es frühestmöglich Schadensbegrenzung zu betreiben, Forecasts zu erstellen, “Korrekturzündungen” zu erzeugen und die Ergebnisse rechtzeitig in angemessener Form allen Beteiligten zu kommunizieren.

Und jetzt freue ich mich erst recht auf meinen ersten Flug mit dem A380!

Neuer Verein: Vereinigung zur Mitwirkung an der Entwicklung des Bilanzrechts für Familiengesellschaften (VMEBF)

Vereinigung zur Mitwirkung an der Entwicklung des Bilanzrechts für Familiengesellschaften (VMEBF)
Der ausschließliche Zweck des Vereins ist die Mitwirkung an der Entwicklung des nationalen und internationalen Bilanzrechts unter Berücksichtigung der Besonderheiten von Familiengesellschaften. In diesem Verein sind u.a. folgende Familiengesellschaften Mitglied: Adolf Würth & Co. KG, Bertelsmann AG, Boehringer Ingelheim GmbH, B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA, Dr. August Oetker KG, Freudenberg & Co. KG, Georg von Holtzbrinck GmbH, Heraeus Holding GmbH, Franz Haniel & Cie. GmbH, Karlsberg Holding GmbH, Merck KGaA und Schwarz Beteiligungs- und Finanz-GmbH (Lidl, Kaufland).

Controlling und IFRS – jetzt Gratisdownload sichern

Die IFRS haben wesentliche Auswirkungen auf die Arbeit der Controller. Vor diesem Hintergrund formulierte die International Group of Controlling (IGC) erstmals Leitlinien für die Weiterentwicklung des Controllings im Umfeld der IFRS. Die Überlegungen wurden im Buch „Controller und IFRS“ zusammengefasst und veröffentlicht. Mit dem vorliegenden Download erhalten Sie einen Auszug aus dem Buch „Controller und IFRS“. Sie erfahren mehr zu den Schnittstellen von IFRS und Controlling und den Veränderungen im Aufgabenprofil von Controllern. Der Download ist unter http://www.haufe.de/controlling zu finden.